24.07.2026 / Härtetest bestanden
Tillmanns feiert Premierensieg
Der Deutsche kommt im Europa-Park Golfclub Breisgau mit zwei Schlägen Vorsprung auf Ken-Marten Soo aus Estland ins Ziel. Dario Antonisse (Niederlande) belegte einen weiteren Schlag zurück Rang drei.

Tillmanns feiert Premierensieg
Tim Tillmanns 
©Pro Golf Tour  

Beim Blick auf das Leaderboard im Finale der The Cuber Open 2026 fällt eines schnell auf: Blau dominiert. Das bedeutet, dass die meisten Runden an diesem Finaltag auf dem herausfordernden Platz des Europa-Park Golfclub Breisgau über dem Platzstandard von 71 Schlägen endeten. Bei harten Bedingungen auf einem engen Platz, spürbarem Wind und schwierigen Fahnenpositionen auf den schnellen Grüns war es selbst für die Top-Spieler schwierig, viele Birdies zu notieren.

Dario Antonisse, Tim Tillmanns und Ken-Marten Soo
Dario Antonisse, Tim Tillmanns und Ken-Marten Soo 
©Pro Golf Tour 

Auch in der Spitzengruppe hatten die Protagonisten mit dem Setup zu kämpfen. Tim Tillmanns war mit zwei Schlägen Vorsprung in die Finalrunde gestartet. Der Deutsche hatte auf dem Platz im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz an den ersten beiden Tagen außergewöhnlich gutes Golf gespielt und sich ein kleines Polster auf Dario Antonisse (Niederlande) herausgespielt.

Und auch wenn in der Finalrunde für den 26-Jährigen nicht alles nach Plan lief, konnte er seinen Platz an der Spitze, den er seit Dienstag belegt hatte, bis zum Ende verteidigen. Tillmanns, der an der Kansas State University College-Golf spielte und 2024 sowie 2025 auf der HotelPlanner Tour aktiv war, lag nach neun Löchern bei zwei über Par für den Tag, konnte seine Bilanz aber durch Birdies auf den beiden Par-5-Löchern 10 und 14 zu Beginn der zweiten Neun wieder auf Even Par zurückdrehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Nummer 22 der Order of Merit einen komfortablen Vorsprung auf die Konkurrenz. Doch zwei Schlagverluste in Folge auf den Löchern 15 und 16 brachten die Verfolger wieder näher heran.

Zwei Schläge Vorsprung auf Soo
Der Kölner kämpfte sich jedoch mit einem Par sowie einem abschließenden Birdie nervenstark durch die Schlusslöcher und kam nach einer 72 (+1) mit zwei Schlägen Vorsprung auf Ken-Marten Soo über die Ziellinie. Dem Esten gelang mit einer 68 (-3) eine der besten Runden des Tages.

„Dieser Sieg fühlt sich sehr gut an“, erklärte der Sieger im Interview aus dem von Titelsponsor The Cuber bereitgestellten mobilen Turnierbüro. „Ich wusste: Wenn ich einfach mein Spiel spiele, habe ich eine gute Chance. Das Schwierige war eher, dass ich nach zwei Tagen in Führung lag und plötzlich etwas zu verlieren hatte. Da erwartet jeder, dass man den Vorsprung nach Hause bringt.“

Für Tillmanns war es in einem bisher schwierigen Jahr eine wichtige Trendwende. „Nach meiner Zeit auf der HotelPlanner Tour bin ich mit der Erwartung zurückgekommen, direkt wieder vorne mitzuspielen. Dieses Jahr hatte ich aber einige Probleme in meinem Spiel. Die zwei Wochen Pause zuletzt habe ich deshalb genutzt, um mit meinen Trainern eine ehrliche Analyse zu machen.“

Weniger Nachdenken, mehr Spielen
Gemeinsam mit seinem Team um Ian Holloway und Stuart Morgan fand er heraus, dass ihm vor allem Annäherungsschläge aus 70 bis 150 Metern Probleme bereiteten. „Daran haben wir intensiv gearbeitet – technisch, aber auch daran, die Änderungen im Wettkampf besser umzusetzen. Diese Woche hat sich mein Spiel endlich wieder so angefühlt, wie es sich anfühlen soll. Ich konnte wieder frei durchschwingen und musste nicht mehr alles kontrollieren oder steuern. Es ist schön, wenn man auf dem Platz nicht mehr so viel nachdenken muss, sondern einfach spielen kann.“

Lobende Worte fand Tillmanns bei seiner Titelpremiere auch für den Austragungsort im Südwesten Deutschlands: „Der Golfplatz hat mir richtig gut gefallen. Die Aussicht ist sehr schön und auch die Grüns waren von der Geschwindigkeit und Qualität top. Das Setup war mit den harten Bedingungen und den Fahnenpositionen natürlich anspruchsvoll.“

In der Order of Merit geht es für den Deutschen auf Rang neun nach oben. Dario Antonisse kann seine Spitzenposition ausbauen, die Top fünf komplettieren Kristof Ulenaers (Belgien), Philipp Macionga (Deutschland), Mauro Gilardi (Schweiz) und Louis Bonte (Frankreich).

„Ein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen und den vielen helfenden Händen im Europa-Park Golfclub Breisgau, die mit ihrem außergewöhnlichen Engagement die Premiere des Clubs auf der Pro Golf Tour zu einem ganz besonderen Ereignis gemacht haben“, sagte Peter Zäh, Geschäftsführer Pro Golf Tour. „Ein weiterer Dank geht an Titelsponsor The Cuber um Geschäftsführer Nico König für das langjährige Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ The Cuber mit Sitz im baden-württembergischen Engstingen entwickelt und fertigt modulare Anhänger- und Raumlösungen für private und gewerbliche Einsatzzwecke.

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es für die Asse der Pro Golf Tour im Golf & Country Club de Bonmont am Genfersee weiter. Der von Don Harradine entworfene 18-Loch-Platz liegt inmitten einer beeindruckenden Naturkulisse, bietet spektakuläre Ausblicke auf den See und empfängt die Spieler ab dem 27. Juli 2026 zur Hormeta Pro Golf Tour Bonmont 2026.

Quelle und Fotos c Pro Golf Tour

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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