GolfJugend: Allianz German Boys and Girls Open 2016 06.06.2016 / Krauter gewinnt in St.Leon Rot
Geteilter Sieg für Krauter
Aline Krauter vom Stuttgarter GC Solitude gewinnt gemeinsam mit der Dänin Sofie Kibsgaard die Allianz German Girls Open im GC St. Leon-Rot.


Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude)
Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude)
freut sich über den Titel bei der Allianz German Girls (Foto: DGV/stebl)

Bei der aufgrund von Unwettern nach zwei Runden abgebrochenen 13. Allianz German Boys and Girls Open (GBGO) ist der geteilte Triumph ein Novum in der Turniergeschichte. Bei den Jungen gewinnt der Niederländer Mike Toorop einen der bedeutendsten Titel im europäischen Jugendgolf.



Die Woche in der Kurpfalz war von der gewittrigen Wetterlage geprägt. Mehrfach musste das Spiel unterbrochen werden, auch am Sonntagmittag. Der Spielleitung um Turnierdirektor Sven Hahnl blieb keine andere Wahl, als die Spielunterbrechung immer wieder zu verlängern und schließlich das Turnier abzubrechen. Als Endergebnis musste das Klassement dienen, das nach Runde 2 vorlag.

Bei den Mädchen lagen damit Krauter (66/70) und Kibsgaard (68/68) mit 136 Schlägen (-8) einen Schlag vor Karoline Lund (Norwegen/135), die die Bronzemedaille gewann. Sarina Schmidt (GC München-Valley/140) auf Platz 12 und Anna-Theresa Rottluff (GC Hubbelrath/142) sowie Paula Kirner (Kiawah GC Riedstadt/142) auf Rang 19 erreichten in einem starken internationalen Feld eine Platzierung unter den ersten 20.

Für Krauter war es ein Heimsieg mit langer Anreise. Die 16-Jährige besucht aktuell die Highschool in Florida. Sie entschied sich dennoch, für die Allianz GBGO nach Deutschland zu reisen – mit Erfolg. „Ich bin zu diesem Turnier extra rüber gekommen, weil es hier für mich auch um die EM-Nominierung gehen sollte. Ich kann nicht zu allen Lehrgängen kommen und wollte daher hier spielen, um mich zu qualifizieren. Der Titel bedeutet mir sehr viel“, sagte Krauter nach ihrem Triumph. Auch Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl stand sichtlich stolz am Rande der Siegerehrung und freute sich über den Sieg seines Schützlings:
„Die Art und Weise, wie Aline das Turnier gewonnen hat, war beachtlich.“




Nicklas Borrmann (GC St. Leon-Rot)
Bester Deutscher bei den Jungen:
Nicklas Borrmann (GC St. Leon-Rot)
(Foto: DGV/stebl)

Bei den Jungen hat erstmals seit 2007 kein Spieler aus dem Kader von Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt die Goldmedaille gewonnen. Dafür freute sich das niederländische Team über zwei Medaillen. Neben dem Sieger Mike Toorop (136 Schläge) ging Bronze an Landsmann Maarten van Mourik (138). Komplettiert wurde das Podium der Jungen durch Matias Honkala (137) aus Finnland. Bester Deutscher war Nicklas Borrmann (139) vom GC St. Leon-Rot, der sich mit -5 auf den vierten Platz gespielt hatte. Max Schmitt (GC Rheinhessen/140) und Timo Vahlenkamp (GC Teutoburger Wald/140) aus dem Junior Team Germany kamen auf Rang 9 und reisen mit einem guten Gefühl zu ihrer nächsten großen Aufgabe, der Jungen-Weltmeisterschaft nach Japan. Ärgerlich war aber insbesondere für Vahlenkamp der Abbruch. Der 18-Jährige hatte bereits drei Birdies notiert und spielte sich in Richtung der Medaillenplätze. Für Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt eine bittere, aber nachvollziehbare Entscheidung: „Timo Vahlenkamp und auch Max Schmitt waren sehr gut unterwegs, da wäre vielleicht noch etwas in Richtung Medaille gegangen. Das Gesamtergebnis ist für uns nicht so gut wie in den Jahren zuvor, aber in diesem Jahr hatten wir ein international extrem starkes Feld. Es war wirklich die Elite der europäischen Jungen am Start. Dies zeigt, dass das der deutsche Golfsport international einen hohen Stellenwert hat und auch das Turnier sehr hoch angesehen ist.“

Wie wichtig das Turnier im GC St. Leon-Rot ist, das unter anderem ein Qualifikationsturnier für den Junior Ryder Cup ist, unterstrich der Sieger Mike Toorop: „Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich bin zum ersten Mal hier gewesen und werde im nächsten Jahr wiederkommen.“

 Alle Medaillengewinner der Allianz GBGO
Alle Medaillengewinner der Allianz GBGO (v.l.n.r.): Maarten van
Mourik (Niederlande), Matias Honkala (Finnland), Mike Toorop
(Niederlande), Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude), Sofie Kibsgaard
(Dänemark) und Karoline Lund (Norwegen) (Foto: DGV/stebl)

 


 

01.06.2016 / Deutsche Titelchancen bei Allianz GBGO
Internationales Teilnehmerfeld in St. Leon-Rot
Es sind die internationalen offenen Deutschen Meisterschaften der Jungen und Mädchen, besser bekannt als Allianz German Boys and Girls Open (GBGO).

Termin 3. bis 5. Juni 2016

Vom 3. bis 5. Juni treffen sich im GC St. Leon-Rot die besten unter 18-jährigen Golfspielerinnen und Golfspieler aus ganz Europa. 155 Teilnehmer aus 18 Nationen sind am ersten Juni-Wochenende im Austragungsort des Solheim Cup 2015 zu Gast. Das Turnier, das eines der wenigen Qualifikationsevents für den Junior Ryder Cup ist, lockt jedes Jahr die europäische Junioren-Golfelite in die Kurpfalz.



Zu den Top-Athleten gehören insgesamt 14 Mitglieder des Golf Team Germany (GTG). Mit Esther Henseleit (Hamburger GC Falkenstein/Handicap +4,3) bei den Mädchen und Max Schmitt (GC Rheinhessen Wißberg/+4,0) bei den Jungen tragen zwei Favoriten Schwarz-Rot-Gold. Henseleit konnte bereits im Vorjahr bei den Allianz GBGO die Silbermedaille gewinnen. Sie musste sich nur GTG-Kollegin Leonie Harm geschlagen geben, die in diesem Jahr nicht im Feld ist. Auch Max Schmitt will seinen fünften Platz aus 2015 noch einmal verbessern. Als Spieler mit dem besten Handicap startet er mit guten Chancen in das Turnier.

 Esther Henseleit
Esther Henseleit (Hamburger GC Falkenstein) gewann 2015 Silber (Foto: DGV/stebl)

Neben Henseleit sind mit Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude/+2,3), Alexandra Försterling (G&LC Berlin-Wannsee/+1,3), Natalie Wagner (GC St. Leon-Rot/+1,2), Anastasia Mickan (G&LC Berlin-Wannsee/+1,1), Anna-Theresa Rottluff (GC Hubbelrath/+1,0), Ava Bergner (GC St. Leon-Rot /+1,0) und Sarina Schmidt (GC München Valley/+0,8) noch sechs weitere GTG-Spielerinnen am Abschlag. Bei den Herren starten neben Schmitt die GTG-Spieler Nick Bachem (Marienburger GC/+3,2), David Rauch (Berliner GC Stolper Heide/+2,6), Marc Alexander Hammer (GC Mannheim-Viernheim/+2,5), Falko Hanisch (Berliner GC Stolper Heide/+2,3) und Timo Vahlenkamp (GC Teutoburger Wald/+2,3).



Max Schmitt (GC Rheinhessen Wißberg)
Max Schmitt (GC Rheinhessen Wißberg) startet mit dem besten Handicap in die Allianz GBGO (Foto: DGV/stebl)

Einen deutschen Doppelsieg, wie im Vorjahr durch Leonie Harm und Thomas Rosenmüller, versucht die starke internationale Konkurrenz zu verhindern. Bei den Mädchen gehört Emma Spitz (+3,4) zu den stärksten Spielerinnen im Feld. Die Österreicherin nahm im letzten Jahr gemeinsam mit Harm am Junior Solheim Cup teil. Bei den Jungen ist es insbesondere eine spielstarke dänische Mannschaft um Rasmus Neergard-Petersen (+3,7), Christoffer Adam Bring (+3,6) und Jonathan Goth-Rasmussen (+3,5), die zum Favoritenkreis zählt.
 
Zuschauer sind an den drei Wettkampftagen herzlich willkommen. Der Eintritt ist kostenlos. Am Finaltag (Sonntag, 5. Juni) lädt der GC St. Leon-Rot zum „Tag der offenen Tür“. Auch jenseits des Spielgeschehens wird dann einiges geboten: Golf zum Ausprobieren für Jung und Alt und ein Abenteuer-Spielplatz, zu dem unter anderem Bullriding und ein Disc Golf gehören.

Das sportliche Finale wird von Frank Adamowicz, Partner Pro des GC St. Leon-Rot und erfahrener Co-Kommentator bei Golfübertragungen, live für die Zuschauer moderiert. Die besten Gelegenheiten, die jungen europäischen Spitzenspieler in Augenschein zu nehmen, bieten eine große Tribüne am 18. Loch, auf der rund 350 Personen Platz finden, sowie ein 50-Meter-Ausichtskran, der den Besuchern einmalige Blicke über den Platz gewährt.  
 

Quelle DGV

Kleines Bild oben: Tolle Aussichten bietet eine Plattform im GC St. Leon-Rot (Foto: DGV/stebl)

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