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16.12.2011 / European Tour 2012
Reinier Saxton sichert
sich Spielrecht
Der amtierende EPD-Tour-Champion Reiner Saxton aus
den Niederlanden sichert sich über die Qualifying School das Spielrecht auf der
European Tour 2012.
Und während EPD-Tour-Vizemeister Sebastian Buhl aus
dem niederbayerischen Loham dramatisch um einen Schlag scheitert, gelingt auch
dem Nürnberger Bernd Ritthammer, Gewinner der EPD-Tour-Rangliste 2009, der
Aufstieg in Europas Elite-Liga des Professional Golf.
Er
hat es tatsächlich geschafft: Reinier Saxton,
Gesamtsieger der EPD Tour 2011, überspringt die Challenge Tour und darf sich
2012 auf der European Tour mit den Superstars des Golfsports messen. In der
Final Stage der Qualifying School im PGA Catalunya Resort in Spanien belegte der
23-Jährige aus Amsterdam den geteilten 24. Rang und sicherte sich damit die
Tourkarte. Mit Runden von 70, 66, 65, 78, 66 und 75 Schlägen, gesamt 8 unter
Par, machte er den Aufstieg perfekt. Dabei musste er am Finaltag auf dem Stadium
Course nach vier Bogeys auf den hinteren neun Bahnen noch einmal zittern, doch
schließlich waren 420 Schläge in sechs Runden gut genug, um die Top 30 zu
erreichen. „Das ist schon ein wenig verrückt“, sagte Saxton, ich hatte gehofft,
im besten Fall ganz kontinuierlich von der EPD Tour auf die Challenge Tour und
dann auf die European Tour aufzusteigen. Aber jetzt sofort auf der European Tour
zu spielen, das kann ich noch gar nicht richtig fassen.“ Zugleich machte er auch
klar, dass er das kommende Jahr sehr realistisch angehen wird: „Das wird ein
sehr schwieriges Jahr auf der European Tour. Von den 30, die sich im letzten
Jahr über die Qualifying School qualifizieren konnten, haben nur fünf ihre
Tourkarte behalten. Ich fühle mich sehr glücklich – und zugleich ist es ein
bisschen verrückt!“
Ein
Schlag am Traum vorbei
Mit 422 Schlägen hatte Sebastian Buhl
am Ende genau einen Zähler zu viel notiert: Die Nummer 2 des finalen
EPD-Tour-Rankings 2011 scheiterte schon fast tragisch um einen Schlag: Sein
Birdie-Putt an der 18 lippte am Finaltag aus, und Buhl konstatierte: „Ein Schlag
am Traum vorbei!“ Zu spät hatte der 27-Jährige in Runde 6 die Aufholjagd
begonnen, insgesamt dreimal lippte der Ball aus oder blieb an der Lochkante
stehen – eine 65er Runde war durchaus im Bereich des Möglichen. Dann waren es am
Ende aber 69 Schläge für den Niederbayern, womit er 19 Ränge im Tableau nach
oben kletterte – 20 hätten es sein müssen. „Natürlich überwiegt erst einmal die
Enttäuschung“, so Buhl. „Die Karte für die European Tour nur um einen Schlag zu
verpassen, ist schon hart. Im Endeffekt hatte ich aber heuer mein bisher bestes
Jahr. Mit dem 2. Platz auf der EPD Tour und dem Cut bei der Final Stage habe ich
mehr erreicht als erwartet. Nun weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin und
mit den Besten mithalten kann. Mit diesem Selbstbewusstsein greife ich im neuen
Jahr auf der Challenge Tour an.“
Mit dem in Hamburg lebenden Engländer
Ben Parker hatte ein weiterer Spitzenakteur der EPD Tour den Cut der Final Stage
überstanden, letztlich musste er sich aber mit Platz 60 zufrieden geben. Durch
die gute Leistung von Saxton, Buhl und Parker in der Final Stage dürfen
allerdings noch zwei weitere Spieler jubeln: Allen John und Alexander Knappe
rücken über ihre Platzierung auf der EPD-Tour-Rangliste 2011 noch auf die
Challenge Tour 2012 nach. Dadurch, dass Saxton und Buhl, Nummer 1 und 2 des
finalen EPD-Tour-Rankings, ihre Aufstiegs-Tickets zur Challenge Tour nicht
wahrnehmen müssen, rücken John als Nummer 6 der Rangliste und Knappe als Nummer
8 nach. Parker hatte das Jahr 2011 auf Platz 7 beendet, kann nun aber das Ticket
an Knappe weiterreichen. Wer beim Final-Stage-Turnier die Finalrunden 5 und 6
erreicht, erhält im folgenden Jahr automatisch eine bessere Einstufung auf der
Challenge Tour als die Top 5 der finalen EPD-Tour-Rangliste. Deshalb können
Saxton und Buhl ihre Challenge-Tour-Karten an die Nachrücker in der EPD Tour
Order of Merit weitergeben.
EP D-Tour-Champion
Bernd Ritthammer
Neben Reinier Saxton darf sich unter anderem auch
der ehemalige EPD-Tour-Champion Bernd Ritthammer über ein European-Tour-Ticket
freuen: Der PGA Golfprofessional aus Nürnberg, 2009 Ranglistensieger der EPD
Tour, hatte das Feld der Final Stage in Runde 5 zwischenzeitlich sogar
angeführt, beendete das Turnier dann allerdings mit einer 77er Runde, was ihn
auf Position 14 (416 Schläge/-12) zurück warf. Doch wie Saxton machte sich damit
auch der Deutsche ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Der 24-Jährige vom Golf
Club am Reichswald Nürnberg ist in der kommenden Saison neben Martin Kaymer und
Marcel Siem der dritte deutsche PGA Golfprofessional mit Spielrecht auf der
European Tour.
Im letzten Jahr hatte Bernd Ritthammer das Tour-Ticket um
zwei Schläge verpasst, diesmal legte er in den Runden drei, vier und fünf (68,
68, 67) den Grundstein für den Erfolg. Sein Fazit: „Das war eine harte Woche. Es
gibt im Golf eigentlich nichts An-strengenderes als die Final Stage der
Qualifying School. Da war der Kopf nach Runde 6 ziemlich leer. Ich war ehrlich
gesagt heilfroh, als es vorbei war. So richtig konnte ich mich erst am nächsten
Morgen zu Hause freuen. Als ich aufgewacht bin, habe ich das alles erst richtig
wahrgenommen und realisiert, was das für mich nun bedeutet“, so Ritthammer. „Der
Schlüssel zum Erfolg war sicher, dass ich den Platz gut kannte und die Höhen und
Tiefen der Final Stage im Vorjahr schon kennen lernen durfte, als ich die
European Tour um zwei Schläge knapp verpasst habe. Ein Unterschied war auch,
dass ich 2010 mit dem Ziel nach Spanien gereist bin, unter die Top 30 zu kommen.
Heuer dagegen wollte ich gewinnen und nach vorne spielen.“ Zwischen den
Feiertagen wird er jetzt erst einmal Pause machen, mit Freunden auf eine
Berghütte fahren und die Seele baumeln lassen. „Anfang Januar geht es dann schon
weiter mit den ersten Turnieren in Südafrika.“
Die weiteren Deutschen in der
Final Stage, Maximilian Kieffer, Nicolas Meitinger und Florian Fritsch waren
bereits am Cut nach vier Runden gescheitert.
Quelle und Fotos: EPD Tour und golffoto.de
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