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Die Spielerin vom Golf Club Hubbelrath gewann die 82. Portuguese
International Ladies Amateur Championship und holte sich damit ihren
ersten großen Einzeltitel der noch jungen Karriere.
Schon die Auftaktrunde auf dem 5.474 Meter langen Par 72-Kurs von
Montado wurde von der erst 18-jährigen Rheinländerin mit 66 Schlägen
dominiert. Mit sechs unter Par setzte Röller sich an die Spitze des
Feldes, das mit 103 Teilnehmerinnen sowohl in Quantität, wie aber auch
in Qualität sehr stark besetzt war. Unter den vielen Kontrahentinnen
waren auch die „Golf-Twins“ Leona und Lisa Maguire aus Irland.
Am zweiten Tag, der von stürmischen Winden geprägt war, lief es zwar
nicht ganz so optimal, aber trotzdem konnte Roberta mit ihrer 74 den
Vorsprung auf die Verfolger ausbauen. Nationaltrainer Marcus Neumann
stellte klar, dass der Score in diesen Tagen in Portugal nicht im Fokus
stand. Bei diesem Wettkampf-Lehrgang war vor allem wichtig, dass die
Spielerinnen die Aufgaben erfüllten, die ihnen vom Trainerteam mit auf
den Weg gegeben worden sind. Dennoch war der Coach froh, dass Roberta
Röller diese Vorgaben so gut erfüllte und gleichzeitig konzentriert
hervorragende Ergebnisse ins Clubhaus brachte.
Beste Runde auch am dritten Turniertag
Am dritten Tag lieferte Roberta erneut die beste Tagesrunde ab und baute
damit ihren Vorsprung auf beinahe schon sensationelle acht Schläge aus.
Damit war das Turnier aber noch nicht entschieden. „Noch nie war das
Turnier so stark besetzt“, wies Marcus Neumann darauf hin, dass die
Verfolgerinnen, allen voran natürlich das Zwillingspaar Maguire aus
Irland, noch nicht ihre Siegeschancen eingebüßt hatten.
Und tatsächlich entwickelte sich die Finalrunde noch zu einem echten
Thriller – mit Happy End für „Robi“. Die harte Trainingsarbeit mit ihrem
Heimtrainer Roland Becker, mit dem sie intensiv an technischen
Feinheiten gefeilt hatte, zahlte sich damit schon so früh im Jahr aus.
Roberta Röller mit den Siegestrophäen (Foto: DGV)
Druck standgehalten
„Zum Ende der Runde, als Leona Maguire Birdie auf Birdie
spielte, wurde es noch einmal richtig spannend“, schildert die Siegerin
den Druck, der vor der letzten Spielbahn auf ihr lastete. Maguire hatte
sich mit einem phänomenalen Schlussspurt auf nur noch einen Schlag an
Roberta Röller herangekämpft. Die Entscheidung musste auf dem
abschließenden Par 3 fallen. Hochkonzentriert spielte die junge Deutsche
ihren Stiefel, setzte den Abschlag etwa 12 Meter neben der Fahne auf
das Inselgrün. Der lange Birdieputt fiel, „Robi“ hatte den Ansturm der
Favoritin abgewehrt und durfte mit insgesamt fünf unter Par erleichtert
jubeln.
„Es ist schwieriger, als Führende in die letzte Runde zu gehen. Aber ich
hatte so viele Schläge Vorsprung, dass ich doch ganz gut schlafen
konnte. Ich bin froh, dem Druck standgehalten zu haben“, sagte eine
sichtlich erleichterte, aber auch sehr geschaffte Siegerin.
Erfolg aus Basis guter Aufbauarbeit
Nationaltrainer Marcus Neumann war mit den Leistungen aller
Spielerinnen zufrieden. Auch der C-Kader um Trainer Stephan Morales und
das Betreuer-Team hatte gezeigt, wie gut die Vorbereitung auf die gerade
beginnende Saison verlaufen ist und mit wieviel Engagement dort
gearbeitet wird. Diese Aufbauarbeit ist für den Gesamterfolg von enormer
Wichtigkeit.
Roberta Röller zeigte bei dieser Standortbestimmung mitten im
Trainingswinter mit sehr starken Pitches und sicheren Drives, wie klar
und diszipliniert sie ihr Spiel durchziehen kann. Aber auch die anderen
Spielerinnen, die in Portugal antraten, lösten ihre Aufgaben mit
Bravour. „Wir haben einen tollen Zug im Kader, die Spielerinnen sind
alle sehr fleißig und trainieren ihre Aufgaben trotz der Doppelbelastung
mit Schule oder Universität“, zollte Neumann den Spielerinnen großen
Respekt für deren Leistungen.
Neben dem Einzeltitel sicherte sich Roberta Röller gemeinsam mit Nina
Holleder und Isabel Gadea auch noch den Sieg in der Nationenwertung vor
den Teams Frankreich I und Irland I.
Weitere Ergebnisse:
Rang 6: Nina Holleder (+6)
Rang 7: Ann-Kathrin Lindner und Quirine Louise Eijkenboom (+7)
Rang 11: Vicki Troeltsch (+8)
Rang 17: Antonia Scherer (+12)
Rang 19: Karolin Lampert (+13)
Rang 22: Lara Katzy (+14)
Rang 30: Sophia Zeeb (+17)
Quelle und Fotos: www.golf.de/dgv
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