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GC Hösel
4. Presse Golf Treffs NRW
Gernot Tripcke: „Das Internet-TV wird die Präsenz zahlreicher Sportarten begünstigen“
„Ich muss meine Meinung zum deutschen Eishockey revidieren. Einige Fakten waren mir so nicht bekannt“, gab ein Teilnehmer des 4. Presse Golf Treffs NRW nach dem Gespräch mit dem Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL), Rechtsanwalt Gernot Tripcke, zu. Im GC Hösel ging es um den neuen Kooperationsvertrag zwischen der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und dem Deutschen Eishockey Bund (DEB) sowie um die Bemühungen einer Ausweitung der Fernsehpräsenz dieser Sportart.
Gernot Tripcke sprach von einer „positiven Entwicklung“ im Verhältnis von DEL und DEB in Bezug auf die Weiterentwicklung der deutschen Nationalmannschaft. Hintergrund: Während die Nationalspieler in den Teams der höchsten deutschen Spielklasse, also in der DEL, spielen, vertritt der DEB die nachfolgenden, unteren Spielklassen. Auch das „heiße Eisen“, fehlender Auf- und Abstieg in der Deutschen Eishockey Liga, begründete der Geschäftsführer unter anderem mit den oft mangelhaften Infrastrukturen vieler Vereine in der Bundesliga, der nachrangigen Liga nach der DEL: „Viele Vereine der Bundesliga müssen zum Beispiel bei unseren Mindestanforderungen an die Stadien passen.“
Und die Nachwuchsförderung im deutschen Eishockey ist zudem keine preiswerte Angelegenheit. Nicht nur die relativ geringe Anzahl von Eisflächen in Deutschland und kostenintensiven Eisflächen, sondern damit einher gehend die relativ weiten Anfahrtwege und die nicht unwesentlichen Kosten für eine Ausrüstung stellen Vereine wie auch die Eltern von Eishockey-affinen Schülern und Jugendlichen vor große Probleme. Kein Wunder also, dass es derzeit nur etwa 8 000 aktive Eishockeyspieler in Deutschland gibt. „Für die Kommunen mit dem Angebot Eisflächen“, so der Referent, „sind öffentliche Eiszeiten für Jedermann schon wegen der Einnahmen pro Stunde interessanter als die Bereitstellung von Eiszeiten für etwa 20 Kinder plus Trainer.“ Hier liegen die eindeutigen Vorteile von Sportarten mit relativ geringen Investitionen, zum Beispiel Fußball, gegenüber dem Eishockeysport.
Breiten Raum in der Diskussion nahm auch das Thema Fernsehpräsenz des Eishockeysports in den deutschen TV-Kanälen ein. Hier sahen die Gesprächsteilnehmer des 4. Presse Golf Treffs große Chancen für andere bedeutende Sportarten nach dem Fußballsport wie Eishockey, Handball oder Volleyball durch die Weiterentwicklung neuer Kommunikationsmedien. „Das Internet wird diesen Sportarten eine Menge neuer Möglichkeiten bieten“, so Gernot Tripcke. Wartens wir’s ab.
Nach der Gesprächsrunde starteten die Teilnehmer inklusive des Referenten Gernot Tripcke zur entspannenden 18-Loch-Runde auf dem bestens präparierten Nordplatz des Golfclubs Hösel mit teils ansehnlichen Ergebnissen. Anschließend trafen sich die NRW-Presse-Golfer noch zum traditionellen gemütlichen Ausklang im Höseler Clubhaus und feierten diese Tages-Sieger:
Brutto
1. Andreas Bosbach 19 Punkte
Netto
Klasse A (bis Handicap 19,6):
1. Ann Baer-Schremmer 37 Punkte
2. Axel Pollheim 33 Punkte
Netto, Klasse B (ab Handicap 19,7):
1. Heinz Rohr 34 Punkte
2. Stefan Formella 33 Punkte
Außer Konkurrenz:
Gernot Tripcke 35 Punkte
Noch gut gelaunt vor dem 1. Abschlag (v.l.): Dr. Arthur vom Stein, Stefan Formella, Edgar Krause, Heinz Rohr, Andreas Bosbach, Ann Baer-Schremmer, Gernot Tripcke, Eitel Nickel, Michael Rolf Fischer, Haide Watermaier und Heinz Amels-Westerkamp.
Quelle und Fotos: Presse Golf Treff
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