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Vor dem ersten Auswärtsspiel der Golf spielenden Medienvertreter des Presse Golf Treffs NRW im GC Haan-Düsseltal, auf einem prächtigen Platz, wie der Name schon sagt, im Tal der Düssel und mit erstklassigem Layout und zahlreichen Wasserläufen, gab der ehemalige Weltklasseschwimmer und heutige Banker im Hauptberuf und ZDF-Schwimm-Experte im Nebenjob, Christian Keller, einen hoch interessanten Einblick in sein bislang gelebte Leben, das vor 39 Jahren, genau am 2. August 1972, begann.
Als emotionalen Einstieg wählte der gebürtige Essener einen 8-Minuten-ARD-Fernseh-Beitrag von der Schwimm-Weltmeisterschaft 2003 in Barcelona, bei der die deutsche vier mal 200 m-Freistilstaffel hinter den USA und Australien und in einem dramatischen Finish vor Italien die Bronzemedaille gewann. „Als würde ich heute noch die letzten 200 m schwimmen“, gab Schlussmann Christian Keller preis, dass gerade dieses ungemein spannende Rennen, obwohl schon zig-mal präsentiert und gesehen, ihn immer noch elektrisiere und ihm eine Gänsehaut einbringe. Der Beifall der Journalisten war ihm gewiss.
In der Badehose einmal rund um den Erdball
Ins Staunen versetzte Christian Keller dann seine Teilzeit-Kollegen, als er über seinen Trainingsalltag bzw. sein umfangreiches Trainingsprogramm als zunächst „nur“ Schwimmer, dann als Leistungssportler und schließlich als Hochleistungssportler referierte. Ein Pensum von 5:15 Uhr Aufstehen über Training zwischen 6:00 und 8:00 Uhr, Schulbesuch ab 8:30 Uhr bis 16:30 Uhr, erneutes Training 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr und zu Bett gehen ab 21:30 Uhr. Fünf Mal die Woche, sechs Mal die Woche, sieben Mal die Woche. In all’ seinen Schwimmer-Jahren bewältigte Christian Keller eine Schwimmstrecke von rund 44 000 Kilometern, also in Badehose einmal rund um den Erdball.
Mit bewundernswerter Ausdauer schaffte es Christian Keller neben seinem hochleistungssportlichen Treiben im Wasser, auf der Laufstrecke oder im Kraftraum, auch seine beruflichen Ziele nie aus den Augen zu verlieren. Bankkaufmannslehre bei der Deutschen Bank in Essen, Aufstieg innerhalb der Bank und jetzt Abteilungsdirektor bei der BHF-Bank AK in Essen – eine steile Karriere, Kompliment! Und seit 2006 anerkannter Experte in Sachen Schwimmen beim ZDF an der Seite des Reporters Thomas Wark. „Ein Job, der mir unheimlich viel Spaß macht“, sagt der journalistische Seiteneinsteiger und anerkennt die Leistungen, die die Menschen mit der Feder, der Schreibmaschine, dem PC, dem Mikrofon, den Kameras vollbringen.
Leider hatte Christian Keller auch bei seinem vorzüglichen Vortrag irgendwann das Ziel erreicht, viel zu schnell, möglicherweise in Weltrekordzeit, aber die Medienvertreter hätten sehr, sehr gerne noch weit mehr gehört aus berufenem Munde, doch der Abschlag auf Loch 1 lockte alle an die frische Luft. Während die verehrte Kollegin und die werten Kollegen sicher vom ersten Tee kamen, musste Christian Keller – übrigens golferischer Linkshänder – nachladen. Sein erster Ball landete nach kurzem Flug rechts – wo? – natürlich im Wasser.
Quelle : PGT NRW
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