International Team Championship
Deutschland gewinnt erstmals ITC
Die Sensation ist perfekt: Deutschland hat erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs die International Team Championship der PGAs of Europe gewonnen.

Dennis Küpper, Christopher Godson und Florian Jahn triumphierten in Belek souverän und setzten sich nach vier Runden mit 27 unter Par und damit drei Schlägen Vorsprung vor der Mannschaft aus Schottland (-24) durch. Küpper holte auch die Einzelwertung.

Team Germany: ITC Champions 2016 Florian Jahn, Dennis Kuepper & Christopher Godson, Copyright PGA ITCTeam Germany: ITC Champions 2016 Florian Jahn, Dennis Kuepper & Christopher Godson, Copyright PGA ITC

„Das ist wirklich sensationell! Ich hätte nie gedacht, dass wir bei diesem Event eine Chance hätten. Jetzt haben wir den Titel geholt und sind Europameister. Das ist es, worum es geht, und ich liebe es!“ Freudestrahlend nahm Dennis Küpper den gläsernen Pokal entgegen, der an das sportlich erfolgreichste Länder-Team der International Team Championship geht, welche die PGAs of Europe jeweils am Ende einer Golfsaison ausspielt. Nachdem der Wettbewerb 2016 im November kurzfristig hatte verschoben werden mussen, war das Turnier diesmal der Auftakt der neuen Saison. Und der gelang dem Golflehrer-Trio der PGA of Germany absolut perfekt: Erstmals mit drei Deutschen am Start, sicherte sich das Team Germany nicht nur zum ersten Mal auch den Titel, sondern hinterließ auch gehörig Eindruck bei der starken Konkurrenz. „Die Kollegen waren sehr beeindruckt von unserer Leistung und haben große Anerkennung gezeigt. Die Atmosphäre war sportlich fair, und alle Teams haben uns den Titel gegönnt“, so Christopher Godson. „Ich glaube, sie waren alle ein wenig überrascht, dass wir bis zum Ende durchgehalten haben“, stellte Dennis Küpper fest.  

Am ersten Turiertag steuerten Dennis Küpper (GC Düsseldorf-Grafenberg) 69 und Florian Jahn (GC Hamburg-Wendlohe) 72 Schläge zum deutschen Ergebnis bei, womit Team Germany bereits Rang 3 teilte. In Runde 2 gelang Küpper ein überragender Durchgang mit 63 Schlägen, als er sieben Birdies und an Bahn 18 einen Eagle notierte. Christoper Godson (GC Ebersberg) brachte 71 Schläge in die Wertung, womit Deutschland die Führung im Gesamtklassement übernahm. Am dritten Tag punkteten Christopher Godson mit 68 und Dennis Küpper mit 71 Schlägen, was mit nun gesamt 18 unter Par Gleichstand mit dem immer stärker agierenden Team aus Schottland bedeutete; England und Irland lagen schlaggleich nur einen Zähler zurück auf Platz 3.

Team Germany: ITC Champions 2016 Florian Jahn, Dennis Kuepper & Christopher Godson, Copyright PGA ITCDennis Küpper (GC Düsseldorf-Grafenberg), Copyright ITC PGA

Wer nun geglaubt hatte, dass das Team Germany ob solch namhafter Konkurrenz Druck verspüren oder sogar einknicken würde, wurde eines Besseren belehrt: In der Manier echter Champions brachten die Golflehrer der PGA of Germany den Titel nach Hause, hatten nach Runden von 67 (Küpper) und 68 Schlägen (Godson) drei Zähler Vorsprung vor Schottland. Mit 9 unter Par zeigte das Team Germany dabei auch am Finaltag das mit Abstand beste Golf und brachte den hochbegehrten Titel und die 6000 Euro Siegerpreisgeld ungefährdet unter Dach und Fach. Dennis Küpper machte den Triumph zusätzlich perfekt, indem er sich mit gesamt 18 unter Par (69, 63, 71, 67) auch die Einzelwertung des hochkarätigen 72-Loch-Turniers sicherte. Die spielstarken Golflehrer der PGA of Germany zeigten auf dem exzellenten New Course des Gloria Golf Club im türkischen Belek ihr Können und triumphierten völlig verdient. Platz 3 ging schließlich mit 21 unter Par an England, Rang 4 holte sich das Team aus Irland (-20).

„Ich habe vor dem Turnier die Ergebnisse vom letzten Jahr gesehen und wirklich damit gerechnet, dass wir eine Chance haben. Dass Dennis in der Woche so gut spielen würde, wusste ich natürlich noch nicht, aber an unser Team habe ich die ganze Zeit geglaubt“, so Florian Jahn. „Die Scores von vier Teams lagen nach Tag 3 sehr dicht beieinander, uns trennte nur ein Schlag. Es war schon eine enge Kiste vor der Finalrunde. Die Spannung hat sich auch bis zum letzten Loch gehalten. Den Glauben an den Sieg haben wir nicht verloren“, so der PGA Golfprofessional aus Hamburg.

Sieben Deutsche spielen in diesem Jahr auf der European Tour, erstmals in der Geschichte gewinnt das Team Germany die International Team Championship der PGAs of Europe, den sportlichen Mannschafts-Vergleich der Golflehrer Europas. „Wir sind sehr stolz darauf, dass sich unsere Mitglieder auch bei der International Team Championship so stark in Szene setzen und dieses Turnier erstmals ja auch für die PGA of Germany gewinnen konnten, welche die Akteure zu diesem Wettbewerb entsendet“, so Rainer Goldrian, Geschäftsführer der PGA of Germany. Und Dennis Küpper ist sicher: „Wir müssen uns hinter keinem mehr verstecken.“  

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International Team Championship der PGAs of Europe

Interview mit ITC-Champion Dennis Küpper

Dennis Küpper, wie fühlt es sich an, Team-Europameister der PGA Golflehrer zu sein und auch noch die Einzelwertung gewonnen zu haben?
Sensationell! Ich hätte nie gedacht, dass wir bei diesem Event eine Chance hätten. Die anderen Nationen haben ebenfalls sehr gute Golflehrer. Vor allem hat mich mein eigenes Spiel so überrascht, weil ich normalerweise im Januar nicht so fit bin.

Wie war die Stimmung im Team während der Turnierwoche?
Die Stimmung war von Anfang an super. Ich kenne Flo und Christopher nun auch sehr lange. Wir hatten die ganze Woche über eine sehr lockere und vertraute Atmosphäre.

Wie sind Sie mit dem Druck zurechtgekommen?
Ganz ehrlich gesagt, gab es keinen. Von außen nicht und auch innerhalb des Teams haben wir keinen entstehen lassen. Auf den letzten Löchern war es ein wenig nervenaufreibend, weil die anderen auch ziemlich solide unterwegs waren. Aber irgendwie konnte ich mein Spiel zusammenhalten und weiterhin gute Schläge machen.

Wie hat sich der New Course des Gloria Golf Club in Belek präsentiert?
Absolut fantastisch! Ich habe schon sehr oft im Januar in der Türkei gespielt, aber noch nie einen Platz in diesem Zustand gesehen. Das hat richtig Spaß gemacht, einen so perfekten Platz zu spielen.

Wie würden Sie Ihre fantastische 63er-Runde sportlich einordnen?
Ich würde sie in die Top 5 meiner besten Runden einordnen, weil ich mit so wenig Trainingsaufwand noch nie so "tief" gespielt habe. Vor allem aber weil ich bis zum Schluss nach vorne gespielt habe, um weiter Birdies zu machen.

Gab es viele Glückwünsche? Wer hat gratuliert?
Sehr viele Kollegen, Freunde und Schüler aus ganz Deutschland haben gratuliert. Irgendwie hat sich das schnell rumgesprochen. Das freut mich besonders, weil man selbst immer das Gefühl hat, die Ergebnisse schauen sich nicht so viele an. Umso mehr erfreut mich das große Interesse an dem Event und unserem Spiel.

Was haben letztlich die Kollegen aus Schottland, England und Irland gesagt?
Wie man die Jungs von der Insel so kennt, sind sie echte Gentlemen und richtig gute Spielpartner gewesen. Ich glaube, sie waren alle ein wenig überrascht, dass wir bis zum Ende durchgehalten haben.

Sieben Deutsche spielen in diesem Jahr auf der European Tour, das Team Germany gewinnt die International Team Championship: Purer Zufall? Oder die logische Konsequenz einer sportlichen Entwicklung?
Nun ja, es ist immer schwer, solche Ereignisse einem speziellen Grund zuzuschreiben. Ich denke aber, das das deutsche Profigolf, egal ob Teaching oder Playing Professional, sich sehr positiv entwickelt und wir uns hinter keinem mehr verstecken müssen.








Quelle und Fotos: International Team Championship der PGAs of Europe





 

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